Innovationsindikator

Innovationsindikator

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Innovationen sind der Schlüssel zu wirtschaftlichem Erfolg. Der Innovationsindikator 2011 macht deutlich, wo wir im Wettbewerb der innovativsten Nationen stehen und welche Defizite beseitigt werden müssen.

  • Im Ranking von 26 Industriestaaten belegt Deutschland Rang 4
  • Hohe Investitionen der öffentlichen Hand zahlen sich aus
  • Das Bildungssystem bleibt jedoch wesentlicher Schwachpunkt
  • Schweiz führt das Ranking an (Platz 1), USA fallen zurück (Platz 9)

 

Deutschland hat seine Innovationsleistung in den letzten 5 Jahren deutlich verbessert und belegt im Vergleich von 26 Industriestaaten Rang 4.

Wesentlicher Grund dafür sind die hohen Investitionen der öffentlichen Hand in Forschung und Wissenschaft. Zu diesem Schluss kommt der Innovationsindikator 2011, den die Deutsche Telekom Stiftung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in diesem Jahr zum sechsten Mal herausgeben. „Die intensiven Anstrengungen der letzten Jahre, Deutschland noch innovationsstärker zu machen, zahlen sich aus. Selbst während der Finanz- und Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen stark in Forschung und Entwicklung investiert. Diese Strategie der deutschen Wirtschaft hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Deutschland die Krise so schnell gemeistert hat", erklärt Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung zu den Ergebnissen.

Zu den großen Schwachstellen des deutschen Innovationssystems zählt nach wie vor der Bildungsbereich. Die Mängel im Bildungssystem lassen die Bundesrepublik im Innovationsranking auf Platz 17 (2009: Rang 12) abrutschen. „Für eine bedeutende Industrie- und Technologienation wie Deutschland ist das schlechte Abschneiden im Bildungsbereich nicht hinnehmbar. Bildung muss nicht nur in politischen Reden, sondern auch im täglichen Handeln zum Megathema werden“, fordert Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung. „Ohne gute Bildung kann es keine gute Forschung, keine Innovationen und damit auch kein dauerhaftes Wachstum geben.“

Das Länderranking wird in diesem Jahr von der Schweiz angeführt, gefolgt von Singapur und Schweden. Die USA fallen erheblich ab und landen auf Platz 9 (2009: Rang 1). Der asiatische Raum holt in punkto Innovationsstärke auf. Die Ergebnisse 2011 unterstreichen die Entwicklung der Region zu einer der weltweit bedeutendsten Wirtschaftsregionen. Asien ist damit ein attraktives Feld für Forschung, Entwicklung und Investitionen. Was ihre Innovationsstärke angeht, haben die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika derzeit noch erheblichen Aufholbedarf. Die Studie zeigt jedoch, dass sie sich immer stärker auf dem Vormarsch befinden und sich zu Kraftzentren entwickeln. In dieser Gruppe spielt China eine Sonderrolle. Nicht allein wegen seiner Größe und seiner Dynamik, sondern auch wegen der hohen Innovationsbereitschaft seiner Bevölkerung. Hier rechnen die Experten mit hohen Innovationszuwächsen.

Der Innovationsindikator wurde in diesem Jahr erstmals von einem Institutskonsortium erarbeitet. Dazu gehören das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und das Maastricht Economic and Social Research Institute on Innovation and Technology der Universität Maastricht (MERIT). Die Ökonomen haben die Innovationsfähigkeit der 26 Volkswirtschaften in allen dafür wichtigen Feldern beleuchtet: Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Staat und Gesellschaft. In konkreten Handlungsempfehlungen raten die Experten, in Deutschland Forschung und Entwicklung der Unternehmen steuerlich zu fördern, wissenschaftlichem Nachwuchs Perspektiven zu bieten und das geistige Eigentum verlässlich zu schützen. Ebenso braucht Deutschland mehr akademische und beruflich qualifizierte Fachkräfte, eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen

Weitere Ergebnisse und Grafiken des Innovationsindikator Deutschland 2011 finden Sie hier.

Meldungen

Studie

Neuausrichtung des Innovationsindikators

 12.11.2010

Deutsche Telekom Stiftung und BDI beauftragen Fraunhofer ISI, ZEW und MERIT mit der Erstellung der Studie.

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